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Einführung in die Bestandsverwaltung

Ein Inventar mit doppelter Erfassung hat keine Bestandsaufnahme, -ausgabe (Produktunterschiede) oder Transformation. Stattdessen handelt es sich bei allen Vorgängen um Bestandsbewegungen zwischen Standorten (möglicherweise virtuell).

Vorgänge

Lagerbewegungen stellen den Transit von Waren und Materialien zwischen Standorten dar.

Fertigungsauftrag
Konsumieren:
2 Räder: Lager → Produktion
1 Fahrradrahmen: Lager → Produktion
Produzieren:
1 Fahrrad: Produktion → Lagerbestand
Konfiguration:
Lagerbestand: der Ort, von dem aus der Fertigungsauftrag initiiert wird
Produktion: auf dem Produktformular, Feld „Produktionsstandort“
Drop-Shipping

1 Fahrrad: Lieferant → Kunde

Konfiguration:
Lieferant: auf der Produktform
Kunde: auf dem Verkaufsauftrag selbst
Client-Zustellung
Picken
1 Fahrrad: Lager → Verpackungszone
Paket
1 Fahrrad: Verpackungszone → Ausgabe
Versand
1 Fahrrad: Ausgabe → Kunde
Konfiguration:
auf der Route Pick+Pack+Versand für das Lager
Inter-Lager-Transfer
Übertragung:
1 Fahrrad: Lagerhaus 1 → Durchfahrt
1 Fahrrad: Durchfahrt → Lager 2
Konfiguration:
Lager 2: der Ort, von dem aus der Transfer initiiert wird
Lagerhaus 1: auf der Transitstrecke
Zerbrochenes Produkt (verschrottet)

1 Fahrrad: Lager → Schrott

Konfiguration:
Schrott: Verschnittposition beim Erstellen der Verschrottung
Lager
Fehlende Produkte im Lagerbestand
1 Fahrrad: Lagerhaus → Inventur-Verlust
Zusätzliche Produkte auf Lager
1 Fahrrad: Inventur-Verlust → Lagerhaus
Konfiguration:
Lagerbestandsverlust: Feld „Lagerort“ auf dem Produkt
Empfang
1 Fahrrad: Anbieter → Eingabe
1 Fahrrad: Eingabe → Bestand
Konfiguration:
Lieferant: Bestell-Lieferant
Eingabe: Feld „Bestimmungsort“ auf der Bestellung

Analyse der Plandaten

Die Bestandsanalyse kann die Anzahl der Produkte oder den Wert der Produkte (= Anzahl der Produkte * Produktkosten) verwenden.

Für jeden Lagerort können mehrere Datenpunkte analysiert werden:

  • inventory valuation
  • value creation (difference between the value of manufactured products and the cost of raw materials used during manufacturing) (negative)
  • value of lost/stolen products
  • value of scrapped products
  • value of products delivered to clients over a period
  • value of products received from suppliers over a period (negative)
  • value of products in transit between locations
Location Value
Physical Locations $1,000
 Warehouse 1 $600
 Warehouse 2 $400
Partner Locations - $1,500
 Customers $2,000
 Suppliers - $3,500
Virtual Locations $500
 Transit Location $600
 Initial Inventory $0
 Inventory Loss $350
 Scrapped $550
 Manufacturing - $1,000

Beschaffungen & Beschaffungsregeln

Eine Beschaffung ist eine Anfrage für eine bestimmte Menge von Produkten an einen bestimmten Ort. Sie können manuell angelegt oder automatisch ausgelöst werden:

Neue Verkaufsaufträge
Effekt
Für jedes vom Kunden bestellte Produkt wird am Kundenstandort eine Beschaffung angelegt (Sie müssen den Kunden beliefern)
Konfiguration
Beschaffungsort: auf dem Kunden, Feld „Kundenstandort“ (Eigenschaft)
Meldebestandsregeln
Effekt
Eine Beschaffung wird am Standort der Regel angelegt.
Konfiguration
Beschaffungsort: in der Regel, Feld „Ort“
Regeln für die Beschaffung
Effekt
Eine neue Beschaffung wird am Ursprungsort der Regel angelegt

Beschaffungsregeln beschreiben, wie Beschaffungen an bestimmten Standorten erfüllt werden sollen, z.B:

  • woher das Produkt kommen soll (Quellort)
  • Ob es sich bei der Beschaffung um MTO oder MTS handelt

Routen

Die Beschaffungsregeln sind in Routen gruppiert. Routen definieren Pfade, denen das Produkt folgen muss. Abhängig von den Produkten, Kundenauftragszeilen, Lager,… können Routen anwendbar sein oder nicht.

Um eine Beschaffung zu erfüllen, sucht das System nach Regeln, die zu Routen gehören, die in (in der Reihenfolge ihrer Priorität) definiert sind:

Lager

Beispiel für eine Lagerroute: Pick → Packen → Schiff

Kommissionierliste:
Pick-Zone → Pack-Zone
Packliste:
Pack Zone → Tor A
Lieferauftrag:
Tor A → Kunde

Auf dem Lager sollten Routen definiert werden, die beschreiben, wie Sie Ihr Lager organisieren.

Ein Produkt

Beispiel für eine Produktroute: Qualitätskontrolle

Die Rezeption:
Lieferant → Eingabe
Bestätigung:
Eingabe → Qualitätskontrolle
Lagerung:
Qualitätskontrolle → Bestand
Produktkategorie

Produktkategorie Route Beispiel: Cross-Dock

Die Rezeption:
Lieferant → Eingabe
Cross-Docks:
Eingabe → Ausgabe
Lieferung:
Ausgabe → Kunde
Auftragspositionen

Beispiel einer Verkaufsauftragszeile: Strecke-Versand

Bestellung:
Lieferant → Kunde

Push Regeln

Push-Regeln werden ausgelöst, wenn Produkte an einen bestimmten Ort gelangen. Sie verschieben das Produkt automatisch an einen neuen Standort. Ob eine Push-Regel verwendet werden kann, hängt von den anwendbaren Routen ab.

Qualitätskontrolle
  • Produkt landet im Input
  • Taste 1: Eingabe → Qualitätskontrolle
  • Push 2: Qualitätskontrolle → Lagerbestand
Lagertransit
  • Produkt landet im Transit
  • Drücken: Transit → Lagerhaus 2

Gruppen für Beschaffung

Routen und Regeln definieren Bestandsbewegungen. Für jede Regel wird eine Dokumentart bereitgestellt:

  • Liefervorgang
  • Verpackung
  • Lieferauftrag
  • Beschaffungsauftrag

Umzüge werden innerhalb derselben Dokumentart gruppiert, wenn ihre Beschaffungsgruppe und -orte identisch sind.

Ein Verkaufsauftrag legt eine Beschaffungsgruppe an, so dass Kommissionier- und Lieferaufträge desselben Auftrags gruppiert werden. Sie können aber auch spezifische Gruppen zu Nachbestellungsregeln definieren. (z.B. um Einkäufe bestimmter Produkte zusammenzufassen)